60.000 Euro Energieeinsparprämien für engagierte junge Klimaschützer

Berlin

Insgesamt 36 der 45 Potsdamer Schulen haben heute im Rathaus Potsdam Prämien in Höhe von fast 60.000 Euro für ihr Engagement beim Energiesparen und beim Klimaschutz erhalten. Oberbürgermeister Jann Jakobs begrüßte die Kinder und Jugendlichen der Potsdamer Energiesparschulen sowie Lehrkräfte und Hausmeister im Plenarsaal des Rathauses. Sie warben dafür, sich weiterhin in und außerhalb der Schule für den Klimaschutz zu engagieren. Die meisten Punkte sammelten im Schuljahr 2017/2018 das Wohnheim am Bisamkiez, die Fröbelschule und die Eisenhartschule.

Oberbürgermeister Jann Jakobs sagte: „Wir sind stolz auf unsere Schülerinnen und Schüler. Denn es wird klar, dass in unseren Schulen eine Generation von Klimaschützern ausgebildet wird. Sie zeigen als Vorbilder auch Lehrkräften, Eltern, Verwandten oder Freunden, wie man bewusster und sparsamer mit natürlichen Ressourcen umgehen kann. Unsere Potsdamer Schülerinnen und Schülern tragen damit im wahrsten Sinne des Wortes zu einem guten Klima in unserer Stadt bei. Vielleicht wird sich der eine oder die andere von ihnen ja sogar später einmal für einen Beruf in diesem Bereich entscheiden.“

Mit gemeinsamen Informations- und Motivationsaktionen zum Energiesparen, kleinen Veränderungen im technischen Betrieb von Anlagen oder Gebäuden sowie anderen organisatorischen Maßnahmen gelang es den beteiligten Schulen, den Strom- und Wärmeverbrauch ihrer Einrichtungen um insgesamt 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu reduzieren. Bemerkenswert dabei ist die Tatsache, dass dafür keine Investitionen getätigt werden mussten. Auch den Verbrauch von Ressourcen wie Papier und Wasser haben die Schulen gesenkt. Dabei trugen die zehn erfolgreichsten Schulen mit drei Viertel der Einsparungen ganz wesentlich zum Gesamtergebnis bei.

Als Spitzenreiter zeigte gerade das Wohnheim im Bisamkiez, dass Einrichtungen mit wenigen Beteiligten viel zu Energieeinsparung und Klimaschutz beitragen können. Auch wenn nicht jedem die monatlichen stromfreien Nachmittage besonders leicht fielen – mitgemacht haben die meisten Schülerinnen und Schüler doch. Ebenfalls nicht einfach aber erfolgreich: die regelmäßigen Rundgänge der Energiedetektive auf der Suche nach Stand-by-Stromverbräuchen, ungetrenntem Müll und tropfenden Wasserhähnen. Das Wohnheim am Bisamkiez sammelte mit seinen vielfältigen und kontinuierlichen Aktivitäten fleißig Punkte und erhielt dafür die höchste Prämie im Wert von über 8.000 Euro.

Alle Potsdamer Bildungseinrichtungen können im Rahmen des „Energieeinsparprojekts an Potsdamer Schulen“ an diesem Wettbewerb mit Prämiensystem teilnehmen. In der Wahl ihrer Mittel sind die Schulen frei. Sie können beispielsweise in Schulprojekten zur Abfallvermeidung motivieren, zusammen mit dem technischen Personal die Beleuchtungssituation effizienter gestalten oder durch Veränderung des Lüftungsverhaltens den Wärmeverbrauch reduzieren. Entscheidend ist die praxisorientierte Auseinandersetzung mit Energieeinsparung und Klimaschutz. Fachlich unterstützt werden die Schulen dabei von den Experten des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen (UfU) und der Berliner Energieagentur. Sie bieten Workshops, Beratung und Hilfestellung an im Auftrag des KIS Kommunalen Immobilien Services, der das Projekt seit 2012 umsetzt und steuert.

Alle Informationen zu dem Projekt finden sich im Internet unter https://www.energieeinsparprojekt-potsdam.de/

 
Jann Jakobs begrüßt die kleinen und großen Klimaschützer der KIS Energiesparschulen. Foto: Landeshauptstadt Potsdam/Markus Klier

Jann Jakobs begrüßt die kleinen und großen Klimaschützer der KIS Energiesparschulen. Foto: Landeshauptstadt Potsdam/Markus Klier