Berufsfeuerwache Charlottenburg-Nord

BHKW bei der Berufsfeuerwache Charlottenburg
Berufsfeuerwache Charlottenburg-Nord
  • Gesamtfläche 21.000 qm
  • BHKW mit Bio-Erdgas: 240 kWel, 365 kWth
  • Wärmerzeugung 2.190 MWh/Jahr
  • Stromerzeugung: 1.440 MWh/Jahr
  • 1.350 Tonnen CO2-Reduktion/Jahr
  • Stromvergütung nach EEG
Partner: 
BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH
Versorgungsbeginn: 
2010
Adresse:


Nikolaus-Groß-Weg 2
13627 Berlin

An einem der wichtigsten Berliner Standorte der Berliner Feuerwehr – der Berufsfeuerwache in Charlottenburg-Nord – betreibt die Berliner Energieagentur ihr erstes mit Bio-Erdgas betriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW). Mit einer Leistung von 240 kWel und 365 kWth ist es eine der größten Anlagen dieser Art in Berlin. Gegenüber einer herkömmlichen Energieerzeugung mit fossilen Energieträgern reduzieren sich die jährlichen Kohlendioxid-Emissionen um 1.350 Tonnen.

Die Wärmeversorgung in der Feuerwache erfolgt zentral aus einer Heizzentrale im Keller des Verwaltungsgebäudes. Neben dem BHKW hat die BEA auch einen neuen Erdgas-Brennwertkessel mit einer thermischen Leistung von 854 kW installiert, der den vorhandenen Niedertemperaturkessel unterstützt, wenn ein sehr hoher Bedarf (Spitzenlast) an Heizwärme und Warmwasser besteht. Erneuert hat die BEA unter anderem auch die Druckhaltung, Warmwasserbereitung und Wärmeverteilung im Gebäude. Der erzeugte Strom wird vollständig ins öffentliche Stromnetz eingespeist und nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) vergütet. Lieferant des Bio-Erdgases ist die GASAG. Das Bio-Erdgas stammt aus verschiedenen Biogasanlagen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.

Modellvorhaben im Rahmen von CHP goes green

Um den Wärmebedarf auf dem Gelände mit einer beheizten Gebäudefläche von 21.500 Quadratmetern zu senken, hat die BIM als Gebäudebetreiber für rund 10 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II das Verwaltungsgebäude der Feuerdirektion West komplett energetisch saniert. Unter anderem hat sie die Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem neu gestaltet, die Fenster erneuert sowie die elektrischen Anlagen ausgetauscht.
Das BHKW ist ein Modellvorhaben im Rahmen der EU-Initiative „CHP goes green“. Mit Unterstützung der Berliner GASAG, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und des “Intelligent Energy Europe“-Programms soll in der Wohnungswirtschaft, bei öffentlichen und privaten Dienstleistern und bei anderen Kundengruppen für die „grüne“ KWK geworben werden.