Berliner Energieagentur entwickelt Energiekonzepte für Neubaugebiete im Berliner Norden

Berlin
18. December 2017
  • Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen sowie dem Bezirk Pankow
  • Energetische Quartierskonzepte sind wichtiger Baustein für die Erreichung der Klimaschutzziele Berlins

Die Berliner Energieagentur (BEA) hat im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und in Zusammenarbeit mit dem Bezirk Pankow Energiekonzepte für Neubaugebiete im Berliner Norden erstellt. Die Analyse der städte-baulichen Entwürfe und Energieangebote liefert Handlungsempfehlungen für eine CO2-reduzierte und dennoch wirtschaftliche Energieerzeugung.

In den Neubaugebieten Ludwig-Quidde-Straße und Blankenburger Süden sollen ab 2020 schrittweise insgesamt über 10.000 Menschen ein neues Zuhause finden. Die BEA hat verschiedene Varianten für die Wärme-, und Stromversorgung der geplanten Quartiere hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit sowie nach ökologischen Gesichtspunkten untersucht. Darunter waren die Nutzung von Solarthermie und Photovoltaik, Abwasserwärme, Holzhackschnitzeln, oberflächennahe Geothermie sowie dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) Auch unterschiedliche Energiestandards wie KfW-Effizienzhaus 55, 40 und 40+, die jeweils zu unterschiedlichen Energiebedarfen führen, wurden berücksichtigt. Insgesamt geben die Grundkonzeptionen auch Aufschluss über zukünftige, energiebezogene Kalt- und Warmmieten, in Abhängigkeit des Baustandards und der Versorgungslösung.

Die Entwicklung von klimaneutralen Stadtquartieren gehört zu den Bausteinen des Energie- und Klimaschutzprogramms (BEK) des Berliner Senates, das derzeit zur Beschlussfassung dem Abgeordnetenhaus vorliegt. Bis zum Jahr 2050 soll die Stadt klimaneutral werden.