Berliner Energieagentur stärkt Energiewende vor Ort

Berlin
3. July 2017
  • Staatssekretär Rickerts neuer Aufsichtsratsvorsitzender
  • Immer mehr Blockheizkraftwerke (BHKW) und Solaranlagen
  • Mieterstromgesetz soll Schub für Photovoltaik bringen

Die Berliner Energieagentur (BEA) investiert in diesem Jahr verstärkt in dezentrale Energieversorgungslösungen in Quartieren und Einzelgebäuden. Derzeit befinden sich in unterschiedlichen Stadtteilen 17 Anlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung im Bau oder in der konkreten Planung, darunter drei Solarstromanlagen auf Dächern. Weitere Blockheizkraftwerke (BHKW) und PV-Anlagen werden bei Zuschlagserteilung im Jahresverlauf hinzukommen.

„Gegen Ende des Jahres werden wir rund 175 hocheffiziente und teilweise auf erneuerbaren Energien basierende Energieerzeugungsanlagen in unserem Portfolio haben“, erklärte BEA-Geschäftsführer Michael Geißler nach einer Aufsichtsratssitzung, darunter seien etwa 90 BHKW und 60 PV-Anlagen. „Wir rechnen damit, dass das vom Deutschen Bundestag in der vergangenen Woche beschlossene Mieterstromgesetz einen weiteren Schub gibt für den Ausbau der dezentralen Photovoltaik in Berlin und dass es dann zu einer Belebung dieses Marktsegmentes kommen wird.“

Energieeffizienz als zentrale Richtschnur für Klimaschutz

An der Spitze des Aufsichtsrates wurde ein Wechsel vollzogen. Neuer Vorsitzender des Gremiums ist jetzt Christian Rickerts, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Er folgt auf Christian Gaebler, der jetzt als Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Inneres und Sport tätig ist. Ein weiteres neues Aufsichtsratsmitglied ist Beate Profé, Abteilungsleiterin für Stadtplanung in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen.

Nach seiner Wahl zum AR-Vorsitzenden erklärte Rickerts: „Die Berliner Energieagentur ist ein erfolgreich agierendes Beteiligungsunternehmen des Landes Berlin, das klar auf mehr Energieeffizienz und Einsatz von erneuerbaren Energien im Gebäudebereich ausgerichtet ist. Mit der BEA haben wir einen kompetenten Partner, um für unsere Klimaschutz- und Energiestrategie die richtigen Konzepte zu erarbeiten und auch in die Praxis umzusetzen.“

Der Aufsichtsrat genehmigte den vorgelegten Jahresabschluss 2016. Die BEA erzielte einen Umsatz von 12,8 Mio. Euro und blieb damit witterungsbedingt wegen eines milden Winters auf Vorjahresniveau. Erstmals in ihrer 25jährigen Geschichte lag der Gewinn vor Steuern und Abgaben (EBIT) mit 1,1 Mio. Euro im siebenstelligen Bereich, die Eigenkapitalrendite bei elf Prozent. Der Jahresüberschuss betrug 636.000 Euro und war damit leicht höher als im Vorjahr.