go Eco – Energiekonzepte für Gewerbegebiete

Partner: 
Europäische Kommission
Projektzeitraum: 
2013 - 2015

Synergien nutzen – in Gewerbegebieten gibt es hier aufgrund der räumlichen Konzentration von Unternehmen vielfältige Optionen, z. B. gemeinsame Beschaffung oder Erzeugung oder Entsorgung. Dies gilt auch für den Energiebereich. Doch wenn es um den effizienteren Umgang mit Energie geht sind vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in ihren Möglichkeiten oft eingeschränkt. Meist ist dies auf fehlendes Know-how, einen Mangel an spezialisiertem Personal oder auf eine ausbleibende Gewichtung des Themas zurückzuführen.

Das Projekt go Eco hat zum Ziel, in acht Ländern integrierte Energiekonzepte für ausgewählte Gewerbegebiete zu realisieren – und so Lösungsansätze für Energieeffizienz in Gewerbegebieten bereitzustellen. Sowohl die Erzeugung als auch der Verbrauch von Energie in Gewerbegebieten sollen systematisch optimiert werden. Die Umsetzung der Projekte wird durch Beratungsleistungen begleitet.

go Eco wird von „Intelligent Energy Europe” einem Programm der Europäischen Kommission gefördert. Es richtet sich vorrangig an Unternehmen in Gewerbegebieten, außerdem an Energieagenturen und Energiedienstleistungsunternehmen sowie im Ergebnis auch an politische Entscheidungsträger.

Die Berliner Energieagentur GmbH (BEA) erstellt im Rahmen des Projektes go Eco ein integriertes Energiekonzept für den Berliner Großmarkt (BGM). Das 330.000 Quadratmeter große Areal mit einem jährlichen Warenumschlag von rund einer Milliarde Euro ist eines der größten Versorgungszentren für den ungebundenen Lebensmitteleinzelhandel, Hotels, Gastronomie und Großverbraucher in Deutschland.

Die BEA hat auf Hallendächern des BGM bereits eine der größten Solarstromanlagen in Berlin mit einer Leistung von 1,6 MWp realisiert. Jetzt werden in dem Energiekonzept weitere Möglichkeiten aufgezeigt, wie Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauch durch effiziente Technologien und Änderungen im Nutzungsverhalten reduziert und die dezentrale Erzeugung ausgebaut werden kann. Zu den Plänen des BGM gehört die sukzessive Umstellung des Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge, die Erweiterung der Photovoltaikanlage sowie die Installation eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) oder einer Holzhackschnitzelanlage zur Verarbeitung von 1.500 Tonnen Holzabfällen.

Nähere Informationen zur Entwicklung und zum aktuellen Stand der Energiekonzepte sowie zu den Ergebnissen der Projekte aller beteiligten Länder erhalten Sie auf der Internetseite: www.go-eco.info